Kultur

Urbane Spielwiesen

Internationaler Tag der Kissenschlacht

Am 4. April war wieder Internationaler Tag der Kissenschlacht. Berlin, London, New York – überall auf der Welt versammelten sich Menschen an öffentlichen Plätzen, um im Namen des Spaßes gemeinsam die Federn fliegen zu lassen.

Gemeinsam ist das Schlüsselwort. Eine Kissenschlacht lässt sich nicht alleine machen. Es ist eine Aktivität, die mindestens zwei Teilnehmer braucht. Am Tag der Kissenschlacht waren es in einigen Städten Tausende, die sich die Kissen um die Ohren hauten.

Jedes Jahr aufs Neue finden die Schlacht bewusst im öffentlichen Raum statt. Dadurch werden auf spielerische Weise die urbanen Plätze wiederbelebt. Sie werden wieder zu den Orten der Begegnung und des sozialen Miteinanders, die sie einst waren.

So schreiben die Betreiber von pillowfightday.com:

„One of our goals is to make these unique happenings in public space become a significant part of popular culture, partially replacing passive, non-social consumption experiences like watching television, and consciously celebrating public spaces in our cities as our ‚urban living rooms.'“

Die Internationalen Tage der Kissenschlacht sind im Kern Community Events. Online organisiert, offline zelebriert, ziehen sie Menschen mit ähnlichen Interessen an, die für eine gewisse Zeit einer gemeinsamen Aktivität nachgehen.

Diese Events der etwas anderen Sorte sind wunderbare Gelegenheiten, um passive Bewohner zu Fans ihrer eigenen Stadt zu machen, die das gemeinsame Stadtleben aktiv mitgestalten.

Und auch wenn die Events zeitlich begrenzt sind, können sie soziale Effekte hervorbringen, die die Events selbst überdauern:

Öffentliche Orte werden mit positiven Erinnerungen verknüpft. Sie erfahren eine emotionale Aufwertung und werden für die Menschen wieder bedeutungsvoll.

Gleichzeitig werden soziale Bindungen gestärkt: Freunde von Freunden lernen sich besser kennen. Teilnehmer treffen sich nach der Kissenschlacht in den Cafés der Städte, kommen ins Plaudern. Manch einer fühlt sich vielleicht sogar berufen, selbst ein solches Event für die Gemeinschaft zu organisieren.

Community ist also nicht zwingend temporär, bloß weil das Medium, das sie entstehen ließ – in diesem Fall das Event -, temporär ist.

Im Community Management geht es um genau diese Effekte: die Orte, an denen Community geschieht, positiv aufzuladen und soziale Bindungen an diesen Orten entstehen zu lassen, die nachhaltig wirken und auf Dauer Bestand haben.

Und wie der Internationale Tag der Kissenschlacht in Amsterdam zelebriert wurde, zeigt dieser Clip auf Youtube:

Bild: „pillow fight (6 of 29)“ von Mark Guim (CC BY 2.0)

Kategorie: Kultur

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Hi! Ich bin Danny. Ich helfe Unternehmen, ihre Fans und Follower zu begeistern. Wenn ich mal nicht in Online Communities unterwegs bin, verbringe ich meine Zeit mit TV-Serien, Games, Reisen, Sport und gutem Essen.