Alle Artikel mit dem Schlagwort: Social Media Strategien

Falling Skies Motiv: Tom Mason vor einem Mech

Warum Nischen-Seiten auf Facebook rocken

Als 2011 die US-Science-Fiction-Serie Falling Skies auf dem Pay-TV-Sender TNT Serie startete, hat die Marketingabteilung des Senders entschieden, für die Serie eine eigene Facebook-Seite zu starten. Immerhin war sie eines der Highlights des Jahres und zudem eine deutsche TV-Premiere. Erst Monate später startete die Serie auch auf ProSieben. Das strategische Ziel hinter der Facebook-Seite war, Falling Skies in der DACH-Region richtig stark und bekannt zu machen – und die taktische Vorgehensweise war, die größte, deutschsprachige Fan-Community zur Serie auf Facebook aufzubauen. In anderen Worten: Es ging darum, eine zentrale Plattform zu schaffen, über die der Großteil der Fans direkt erreicht werden konnte. Ich war bei diesem Projekt von Anfang an mit im Boot und es ist uns in kürzester Zeit gelungen, unser Ziel zu erreichen. Als Falling Skies startete, existierten auf Facebook mehrere Fan-Seiten. Hinter unserer stand jedoch die meiste Power – sowohl konzeptionell als auch budgetär. In wenigen Wochen hatten wir mehrere tausend Fans auf unserer Seite versammelt. Die lose organisierten Fan-Seiten stagnierten bei wenigen hundert Fans und empfahlen ihren Fanbases kurz darauf, zu …

Brand Story: Die eigene Marke großartig inszenieren

Ich bin ein großer Fan des Blogs „The Story of Telling“ von Bernadette Jiwa. Ihr gelingt es ziemlich gut, große Themen in kleine Stückchen zu portionieren und diese dann wunderbar in Worte zu fassen. So zum Beispiel in ihrem Artikel über die Charakteristiken großartiger Marken-Stories. Sie zählt 14 Punkte auf, die Unternehmen, die auf Storytelling setzen, im Hinterkopf behalten sollten. Die ersten sieben Punkte gibts hier – frei ins Deutsche übersetzt von mir selbst: Großartige Marken-Stories… …haben einen Wahrheitsgehalt. …werden ganz bewusst formuliert und erzählt. …verfolgen ein höheres Ziel. …fügen einer Ware einen immateriellen Wert hinzu. …brauchen Zeit. …machen den Kunden zum Helden. …beeinflussen, wie Menschen zu einem Produkt oder Service stehen.  Die restlichen sieben Punkte, die großartige Marken-Stories auszeichnen, gibts im Blogpost „The Characteristics of Great Brand Stories“ zu lesen.

Social Media Strategie-Entwicklung für kleine Unternehmen nach dem 7C Modell

Das 7C Modell von talkabout communications ist ein hilfreiches Werkzeug für alle, die eine Social Media Strategie entwickeln wollen, sei es für das eigene Unternehmen oder für Kunden. Auch ich greife bei meinen Projekten gerne auf dieses Modell zurück, weil es alle wichtigen Themen abdeckt, die von strategischer Bedeutung sein können (aber es nicht unbedingt sind – kommt ganz auf den Einzelfall an). Gerade bei kleinen Kunden wie regionalen Einzelhändlern, Freiberuflern oder lokal tätigen Vereinen erschien mir 7C jedoch häufig zu komplex, eben weil das Modell alle Strategiefelder umfasst. Einige davon sind aber für diese kleinen Unternehmen in der Praxis weitgehend irrelevant. Deshalb kostete es in diesen Fällen meist viel Zeit, 7C auf das zu reduzieren, was für den jeweiligen Kunden wirklich wichtig ist. Mirko Lange, ehemals Geschäftsführer von talkabout communications, hat nun die Darstellung des 7C Modells modifiziert. Tatsächlich ist es nur eine veränderte Darstellung, keine inhaltliche Veränderung. Aber in dieser neuen Sicht auf 7C stehen nun die zwei Bereiche im Fokus, um die sich bei der Entwicklung von Social Media Strategien letztendlich alles dreht: …

Soziale Netzwerke stark in allen Altersgruppen

Der Branchenverband BITKOM hat im Rahmen einer Studie ermittelt, dass 78% aller Internetnutzer in Deutschland bei mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet sind. 67% aller Internetnutzer nutzen soziale Netzwerke aktiv. Das ist wahrlich beeindruckend und belegt: Das Internet wurde zum Social Web. Noch interessanter ist aber die Tatsache, dass Social Media mittlerweile in allen Altersgruppen stark sind. Sieht man sich die 14- bis 29-Jährigen an, haben 9 von 10 Internetnutzern ein Profil in einem sozialen Netzwerk. Bei den ab 50-Jährigen sind es ganze zwei Drittel. Quelle: www.bitkom.org Social Media werden dadurch noch nicht zu Massenmedien, weil ihre technische Reichweite durch die Mechanismen, auf denen soziale Netzwerke basieren, deutlicher beschränkt ist. Aber die von BITKOM ermittelte Altersverteilung lässt doch den Schluss zu, dass der Einsatz von Social Media gerade für kleine Unternehmen nicht mehr nur in der Nische eine Chance hat, sondern auch in der Breite Früchte tragen kann, wenn man es richtig angeht. Tipps für Ihre Social Media Arbeit Ich habe schon mehrfach betont, dass sich Social Media grundsätzlich für alle Unternehmen eignen, egal wie groß …

Storytelling bei BrewDog UK

Bei Marken, die eine starke Story und einen konsistenten Markenauftritt hinlegen, werden die Menschen hellhörig. Marken, die Wert legen auf Identität und deren Inszenierung, bleiben in Erinnerung. Über diese Marken spricht man. Das ist der berühmte Word-of-Mouth-Effekt. Mundpropaganda ist ein starker Treiber, gerade online und insbesondere in Social Media. BrewDog UK, die Scottish Craft Beer Company, ist so eine Marke, ganz offensichtlich. Mit hochprozentigen Bieren, die Namen wie „Tactical Nuclear Penguin“ oder „Sink the Bismarck“ tragen, inszenieren sie sich martialisch, teilweise kontrovers (schaut euch das Video weiter unten an) – aber wirkungsvoll. Wirft man einen Blick auf ihre Website und liest dazu den Eintrag über sie in der deutschen Wikipedia (v.a. den Abschnitt über Biere), wird das ziemlich schnell deutlich. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass so eine fancy story einer derart abgefahrenen Marke auf Facebook geteilt wird. Auf diese Weise wurde ich erst auf BrewDog aufmerksam. Word of Mouth eben…

Auf Facebook. Und jetzt?

danny woot ist auf Facebook. Neben meinem privaten Profil, das seit ungefähr 2008 bestehen müsste, habe ich seit 17. März 2010 außerdem eine geschäftliche Seite dort. Aber offen gesprochen wusste ich nie so recht etwas mit der Seite anzufangen. Zwar erarbeite ich Strategiekonzepte für meine Kunden, in denen Facebook mit schöner Regelmäßigkeit vertreten ist. Aber über die eine Frage, mit der immer alles beginnt – Wir sind auf Facebook. Und jetzt? – bin ich für meine eigene Seite nie hinausgekommen. Wenn es um meine eigene Präsenz im größten sozialen Netzwerk der Welt schon so schlecht bestellt ist, dachte ich mir, dann kann ich das auch gleich ganz offensiv zeigen. Also habe ich alle mehr oder weniger sinnfreien Beiträge seit 2010 entfernt (nicht dass es jemandem aufgefallen wäre) und die einzig konsequente Frage gestellt, die sich in meiner aktuellen Situation zu stellen anbietet: Und jetzt? Bis ich die Antwort auf diese Frage kenne, herrscht auf meiner Facebook Seite betretenes Schweigen. ___________________________________ (So ganz nebenbei bemerkt, ist das für den Augenblick eine exzellente Strategie.)

Kundenservice im Social Web

Hier ist eine weitere schöne Präsentation von Mirko Lange von talkabout communications, diesmal zum Thema „Kundendienst über Social Networks“. Die zentrale These lautet: „Social Media Kundendienst ist das bessere Marketing.“ Diese Präsentation begeistert mich. Nicht nur weil ich Kundenservice für ein wichtiges und sehr spannendes Thema halte (gerade in Deutschland können Sie mit gutem Service so richtig punkten), sondern auch weil die Präsentation mit einem starken Perspektivenwechsel beginnt, der so manchen Betrachtern erstmal ungewöhnlich erscheinen dürfte. Wer geschäftlich, also mit seinem Unternehmen im Social Web aktiv ist, fragt sich früher oder später: warum eigentlich? Diese Frage sollte – so ganz nebenbei bemerkt – möglichst früh beantwortet werden. Auf die Frage „Warum eigentlich?“ lautet eine mögliche und durchaus nahe liegende Antwort: „um neue Kunden zu gewinnen.“ Und wie ist das zu erreichen? Auch hier mag man, z.B. als Betreiber einer Facebook-Seite, spontan aus dem Bauch heraus antworten: „Erst machen wir sie zu Fans, dann bieten wir ihnen auf der Seite unsere Produkte und Services an – und mit etwas Glück kaufen sie und werden so zu unseren …