Alle Artikel mit dem Schlagwort: Social Media Manager

Von Ärzten und Social Media Managern

TV-Meteorologen, die Tag für Tag das Wetter vorhersagen, liegen mit ihren Prognosen selten richtig. Sie behalten trotzdem ihre Jobs – und wir alle haben uns an ihre Fehleinschätzungen gewöhnt und machen Witze darüber. Ärzte sagen nach einer Behandlung, sie hätten getan, was sie konnten, aber nun müsse der Körper selbst arbeiten und versuchen, die Krankheit eigenständig zu bekämpfen. Manchmal sagen sie auch, dass man erst im Laufe der Zeit feststellen könne, ob eine Behandlung anschlägt oder nicht. Wir Patienten haben das akzeptiert, immerhin ist der menschliche Körper ja ein Wunderwerk und kaum bis ins Detail zu durchschauen. Wenn wir krank sind, gehen wir trotzdem immer wieder zum Arzt und tun das, was er sagt. Immerhin ist er der Fachmann, richtig? Und wie ist das bei Social Media Managern? Wenn Social Media Manager zum Kunden kommen und ihm raten, er solle dieses und jenes tun, dann sind sie erst mal die, die viel Arbeit machen und Geld kosten. Kurz: Sie sind erst mal ein Problem. Und wie steht’s mit dem Outcome? Gibt es eine Garantie, dass …

Sowas von abhängig

Gerade eben habe ich den Artikel „Gutsdiktator Youtube macht, was er will“ im Internet Magazin gelesen. Der Artikel macht mich wütend – nicht auf das Magazin, sondern auf das System Social Media. Ich bin kein „Social Media Freak“, kein „Social Media Enthusiast“, kein „Web Junkie“ und auch kein „Digital Native“. Ich befasse mich beruflich mit Social Media und Online Communities, ja. Aber ich pflege auch eine gewisse Distanz zum Web, springe nicht gleich auf jeden Trend auf, mag es gar nicht, Social Media zu hypen und zu glorifizieren. Und ich bin auch gerne offline. Sehr gerne sogar. Was nun den Artikel angeht: Ja, es ist schon so, dass wir uns von den großen Social Media Plattformen abhängig machen. Je mehr wir Facebook, Twitter und Youtube nutzen, je mehr Zeit und Geld wir in sie investieren – sei es privat oder geschäftlich -, desto stärker wird diese Abhängigkeit. Wir, die Menschen, die Kleinunternehmer, die Inhaber von kleinen und mittelständischen Firmen, wir klopfen an die virtuellen Tore der großen, börsennotierten Unternehmen, erbitten Einlass in ihre Plattformen und geben …

Das Ende von Facebook reloaded

Neulich hatte ich in einem Blogpost die Frage in den Raum gestellt, ob vielleicht das Ende von Facebook naht. Der Grund dafür waren die gravierenden Einbrüche in den Interaktionsraten von Facebook Posts, die insbesondere große Unternehmen erleben mussten und die, so wurde vermutet, mit der Einführung der Promoted Posts in Zusammenhang standen. Facebook wurde vorgeworfen, ihren EdgeRank-Algorithmus so geändert zu haben, dass sie bei den werbetreibenden Unternehmenskunden die Nutzung der kostenpflichtigen Promoted Posts pushen können. Wie t3n nun berichtet, sieht alles danach aus, als hätte Facebook tatsächlich Anpassungen am EdgeRank vorgenommen – allerdings mit dem Ziel, die Qualität des Newsfeeds zu erhöhen. Denn wie eine kleine Studie der Agentur We Are Social angeblich zeigt, blieb die Beteiligung der Fans bei den Einzelbeiträgen auf gleichem Niveau, obwohl die Reichweite der Beiträge insgesamt sank. Quelle: t3n.de / techcrunch.com Dies legt den Schluss nahe, dass Seitenbeiträge nicht mehr die große Masse erreichen, sondern gezielter diejenigen Gruppen unter den Fans, für die sie auch tatsächlich relevant sind (und insofern auch Interaktion auslösen). Irrelevante Beiträge gehen im Rauschen unter. Für Social Media …

Warum kleine Unternehmen mit Social Media scheitern

Andrew Dodson beschreibt auf business2community.com ein Problem, das kleine Unternehmen häufig mit Social Media haben: sie sehen einfach keine Erfolge. Sie investieren Zeit, manchmal Geld, und es kommt kaum was dabei herum. Die Beziehung zwischen Unternehmen und Social Media gleicht einem Flirt, der einfach nicht zu einer festen, dauerhaften Bindung führen will. Die Konsequenz: Kleine Unternehmen stellen ihre Social Media Aktivitäten oftmals frühzeitig wieder ein. Das ist äußerst schade. Denn auch Kleinunternehmen, Freiberufler, Startups und Vereine können aus Social Media eine Menge herausholen, wenn sie etwas Vorarbeit leisten und ein paar einfache Regeln beachten. Hier ein paar Tipps von Andrew Dodson und mir, wie Sie mit Social Media richtig arbeiten: Weniger ist mehr: Werden Sie erstmal nur auf einer Social Media Plattform wie Facebook, Twitter oder Xing aktiv. Die Aktivitäten lassen sich später immer noch ausweiten. Das ist besser, als groß zu starten und dann zu reduzieren. Bleiben Sie sich treu: Haben Sie stets im Blick, wer Sie sind und was Ihr Unternehmen oder Ihre Marke repräsentiert. Richten Sie Ihre Social Media Kommunikation inhaltlich daran aus. Langfristig …

Red Bull Stratos Bullshit Sause

Vor Felix Baumgartners großem Sprung powered by Red Bull am vergangenen Sonntag ahnte vermutlich niemand, welche Ausmaße das Ganze tatsächlich annehmen würde. Es war eine Riesenaktion von Red Bull, das war im Vorfeld klar. Mit Baumgartner, dem verrückten Hund, ist es gelungen, drei neue Weltrekorde aufzustellen. 50 Millionen Euro hat Red Bull die Aktion gekostet. Ein Haufen Geld ist das. Im Nachhinein war es aber ganz offensichtlich eine gelungene Investition, zumindest aus Unternehmenssicht, wenn man sich ein paar Fakten anschaut: Mehr als 8 Millionen Menschen verfolgten den Sprung via Live-Stream in Red Bulls Youtube Channel. Der Nachrichtensender n-tv erreichte mit mehr als 7 Millionen Zuschauern eine Einschaltquote von 19,9 Prozent, und damit das rund 20-fache seiner normalen Quote, wie Spiegel Online berichtet. Hinzu kommen die vielen, viiiiiiiielen, unglaublich viiiiiiiiiiiiiiiieln Postings im Web, die „Go, Felix, Go!“-Rufe auf Facebook, die Fotoserien auf Instagram, Trending Topics auf Twitter… Es war Wahnsinn. Die Welt stand still. Alle hielten den Atem an. Nur im Social Web versucht jeder zu trumpfen. Sie alle wollten ein Stück vom Aufmerksamkeitskuchen abhaben. Die große Bullshit Sause …