In eigener Sache
Kommentare 2

10 Learnings von der re:publica, Media Convention und DNX 2015

re:publica Rakete mit Kreide gemalt

Müsste ich das, was ich in der ersten Mai-Woche alles erlebt habe, kurz und knapp zusammenfassen, würde sich das in etwa so lesen:

Sieben Tage Berlin. Drei Konferenzen. Viele tolle Leute getroffen. Dazu neuer Drive im Überfluss.

Auf meiner zweiten re:publica (hier der Rückblick auf meine erste in 2012) hatte ich mal wieder eine super Zeit. Und auch von meiner ersten Media Convention und Digitale Nomaden Konferenz (DNX) konnte ich eine Menge mitnehmen. Alle drei Events waren genau so woot wie sie klingen und natürlich gab es wieder mal ein paar Learnings, die ich jetzt mit euch teilen möchte.

#1 Fahr hin!

Noch im März wollte ich gar nicht auf die re:publica. Sie war mir erstens zu teuer und zweitens fand ich:

„Businessfokussiert“, so so. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, das wäre mir wichtig. Aber ich wurde eines Besseren belehrt – mehr dazu weiter unten.

Und nachdem das re:publica Ticket auch den Eintritt zur Media Convention gestattete, die zeitgleich am selben Gelände stattfand, war „zu teuer“ ebenfalls hinfällig.

Rückblickend kann ich sagen: sowohl die re:publica / Media Convention als auch die DNX waren die Zeit und das Geld definitiv wert!

#2 Steck dir ein Ziel

Ich finde, Konferenzen sind dann besonders effektiv, wenn man mit einem konkreten Ziel im Hinterkopf anreist. Zum Beispiel baue ich mir ja gerade mit Little Big Social ein Zusatzbusiness auf und hatte gehofft, vor allem auf der DNX neuen Input zu bekommen hinsichtlich Produktdesign und Vertrieb.

Genau so kam es dann auch. Weil ich mit diesem konkreten Ziel in die Talks und Sessions gegangen bin, konnte ich entsprechend viel für mich herausziehen. Und speziell für die re:publica / Media Convention, wo zeitgleich gut ein dutzend Sessions angeboten werden, hilft ein solches Ziel enorm, Sessions zu selektieren: da will ich hin, da nicht. 

#3 Lass dich auch mal treiben

Natürlich habe auch ich versucht, mir im Vorfeld einen möglichst guten Plan zu erstellen, welche Sessions ich besuchen will. Doch es kam nicht selten vor, dass eine Session nicht das liefert, was sie versprach.

Das ist besonders ärgerlich, wenn zeitgleich auf der Hauptbühne ein Top Speaker wie ESA-Astronaut Alexander Gerst spricht, von dem im Nachhinein viele sagen: „Der hat eine fantastische Session gehalten! Du hättest da sein sollen!“ Hm…

Manchmal sollte man seine Pläne einfach über den Haufen werden und sich von der Masse treiben lassen. Zum Glück gibt es den Talk von Alexander Gerst auch auf Youtube.

#4 Talking ist wichtiger als Talks

Wenn man nur in Sessions herumhängt und zuhört, was andere von der Bühne aus zu erzählen haben, geht einem ein wichtiger Teil von Konferenzen verloren: das persönliche Gespräch.

Gespräche wirken bei mir stärker nach als jeder Talk, dem ich lausche. Die schönsten Momente hatte ich, als ich Freunde und Bekannte traf, die ich seit längerer Zeit nicht mehr gesehen habe. Sie machten meine Woche in Berlin erst so richtig wertvoll. 

Gerade die liebe Sandra @spot23net auf der re:publica getroffen. War ein schönes Wiedersehen. Ein von Danny (@dannywoot) gepostetes Foto am

#5 Denke an deinen Akku!

Blöd, wenn man live twittern möchte und dann merkt, dass einem der Saft ausgeht. Also niemals das Ladekabel vergessen oder einen zusätzlichen Akku einpacken, das ist gaaaaaaanz wichtig!

#6 Es geht auch günstiger

Konferenztickets, Hotel, Bahnfahrt, Verpflegung vor Ort – die sieben Tage Berlin kosteten mich knapp 1.000 Euro. Ganz schön viel Geld.

Dann kam Robert, der meinte: „Ich reise günstig mit dem Fernbus an und ab. Am Tag vorher helfe ich beim Aufbau mit, wodurch ich das Ticket gratis bekomme. Und meine Unterkunft hab ich auf AirBnB gefunden.“

Unterm Strich dürfte er nur gut ein Drittel meiner Kosten gehabt haben. Tja, gewusst wie.

#7 Gehe zusammen mit anderen hin

Jede Reise wird besser, wenn man seine Erfahrungen mit anderen teilen kann. Das gilt auch für Konferenzen.

Auf der re:publica / Media Convention kannte ich eine handvoll Leute, mit denen ich mich zwischendurch immer wieder traf. Und auch auf die DNX bin ich nicht alleine gegangen.

Es ist einfach so viel schöner, Freunde und Bekannte um sich zu haben, mit denen man sich austauschen und gemeinsam Essen gehen kann.

Gado Gado Time mit @pr3mut05 und @wissen02

Ein von Danny (@dannywoot) gepostetes Foto am

#8 Lass Lücken in deinem Zeitplan

Irgendwann erreichst du immer den Punkt, wo du genug Input hast. Dann gilt es abzuschalten und dir eine Pause zu gönnen. Am besten geht das, wenn du dir an jedem Tag nicht zu viel vornimmst.

Mein Tipp: Zwischendurch einen Spaziergang machen und über das nachdenken, was du bislang so gehört hast. Du brauchst einfach auch Zeit, um Informationen zu verarbeiten, und das geht bei lockerer Bewegung am besten.

#9 Nimm dir ein Fahrrad

In Berlin kannst du wunderbar Fahrrad fahren. Ich leihe mir eigentlich immer eins, wenn ich in der Stadt bin. Das kostet um die 10 Euro pro Tag und du kommst ziemlich schnell von A nach B.

Aber das Beste ist: Wenn du den ganzen Tag auf der Konferenz herumsitzt, tut die Bewegung richtig gut. Und du siehst auch was von der Stadt.

#10 Mach was draus!

Schon auf der Heimfahrt arbeitete ich einige der Ideen aus, die ich während meiner Zeit in Berlin hatte. Kleiner Teaser gefällig?

Ich werde mit Danny Woot neue Wege im Community Management gehen und an ein Kapitel in meinem Leben anknüpfen, das eigentlich abgeschlossen ist: mein Ethnologie-Studium. Ich will meine Community-Arbeit in Zukuft kulturwissenschaftlich stärker unterfüttern.

Außerdem werde ich bei Little Big Social meine Social Media Starter Boxen in verschiedenen Varianten anbieten. In diesem Zuge wird auch die Preisstruktur grundlegend überarbeitet.

Alles in allem habe ich viel vor in diesem Jahr. Dank re:publica, Media Convention und DNX dürfte mir der Drive so schnell nicht ausgehen.

In diesem Sinne:

Let’s rock it!

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn die Konferenzen in eine neue Runde gehen. Und wer weiß, vielleicht bewerbe ich mich dann auch mal als Speaker. Mir schwebt da auch schon ein Thema vor…

Bild: „re:publica 2015 – Tag 0“ von  re:publica/Gregor Fischer (CC BY-SA 2.0, beschnitten)

2 Kommentare

  1. Hey Danny, vielen Dank für deinen spannenden Bericht zur DNX.
    Super gut dass du so viel für dich mitnehmen konntest. Für uns war es eine mega Erfahrung ein Event mit so vielen gleichgesinnten Menschen zu machen.

    Bis bald
    Marcus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Zeig mir, dass du ein Mensch bist: * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.