Alle Artikel in: Strategien

Falling Skies Motiv: Tom Mason vor einem Mech

Warum Nischen-Seiten auf Facebook rocken

Als 2011 die US-Science-Fiction-Serie Falling Skies auf dem Pay-TV-Sender TNT Serie startete, hat die Marketingabteilung des Senders entschieden, für die Serie eine eigene Facebook-Seite zu starten. Immerhin war sie eines der Highlights des Jahres und zudem eine deutsche TV-Premiere. Erst Monate später startete die Serie auch auf ProSieben. Das strategische Ziel hinter der Facebook-Seite war, Falling Skies in der DACH-Region richtig stark und bekannt zu machen – und die taktische Vorgehensweise war, die größte, deutschsprachige Fan-Community zur Serie auf Facebook aufzubauen. In anderen Worten: Es ging darum, eine zentrale Plattform zu schaffen, über die der Großteil der Fans direkt erreicht werden konnte. Ich war bei diesem Projekt von Anfang an mit im Boot und es ist uns in kürzester Zeit gelungen, unser Ziel zu erreichen. Als Falling Skies startete, existierten auf Facebook mehrere Fan-Seiten. Hinter unserer stand jedoch die meiste Power – sowohl konzeptionell als auch budgetär. In wenigen Wochen hatten wir mehrere tausend Fans auf unserer Seite versammelt. Die lose organisierten Fan-Seiten stagnierten bei wenigen hundert Fans und empfahlen ihren Fanbases kurz darauf, zu …

Minecraft Screenshot

Third Places im digitalen Raum

Man sagt, das Schöne am Reisen sei das Heimkommen. Manchmal brauchen wir etwas Abstand zu unserem gewohnten Umfeld, sei es, um in uns zu gehen, einen klaren Gedanken zu fassen oder einfach mal wieder etwas Neues zu erleben. In den meisten Fällen kommen wir nach dieser Reise aber wieder zurück an den Ort, an dem wir leben und den Großteil unserer Zeit verbringen. Heimat und Ferne, Nähe und Distanz – das eine kann nicht ohne das andere. Auch Online Communities sind Orte, zu denen wir manchmal aufbrechen – ganz bewusst, weil wir es wollen. Wir loggen uns ein, schauen, was es Neues gibt, chatten und lachen mit anderen, die genau wie wir bewusst diesen Ort aufsuchen. Wir verweilen ein paar Stunden und loggen uns dann wieder aus, um uns den Dingen des Alltags zu widmen. Danach fühlen wir uns anders. Im Idealfall besser. Wir sind für einen Moment aus der Routine unseres Lebens mit all ihren Regeln und Zwängen entkommen. In seinem Buch „The Great Good Place“ hat der Soziologe Ray Oldenburg das Konzept des …

Zwei Männer beim Armdrücken

Leg dich nicht mit DIE WELT an

Und jetzt noch ein sehr schönes Beispiel, das zeigt: Deutsche Marken können Community Management, wenn sie sich nur trauen. Nach der Deutschen Bahn und Spiegel TV wagt auch Die Welt eine Kommunikation mit ihrer Fanbase, die weit mehr ist als das übliche Dialog-Einerlei, das man im Web sonst an allen Ecken und Enden findet. Während die meisten Marken krampfhaft versuchen, bloß nie den dialogischen Bogen zu überspannen, immer nett und seriös zu bleiben und bloß niemals in die Kontroverse abzurutschen (und dadurch zum Gähnen langweilig sind), kommunizieren Marken wie Die Welt auf eine Weise, die so dermaßen für Aufsehen sorgt, dass sogar andere Medien darüber berichten. So geschehen auf Storyfilter.com – zugegeben nicht das große Leitmedium, aber immerhin ein doch so gut vernetztes, dass mich der Artikel dank eines Freundes über Facebook erreicht hat. Dort finden sich zahlreiche Beispiele wie dieses hier: Bild: Storyfilter.com Manche Dialoge sind subjektiv hart an der Grenze des guten Geschmacks und beim Lesen dachte ich mir nicht nur einmal: Krass, die trauen sich aber was. Unterm Strich ist es dem …

Grumpy Cat schaut grumpy drein

Spiegel TV vs. Pegida

Während draußen auf den Straßen Demos und Gegen-Demos stattfinden und man als Zuschauer irgendwie das Gefühl bekommt, Pegida-Anhänger und ihre Gegner würden kaum ein Wörtchen miteinander wechseln, sieht das im Netz ein wenig anders aus. Im Netz kann man nämlich nicht durch die Städte marschieren, Banner hoch halten und Fahnen schwingen, komische Lieder singen und böse gucken. Was man online hingegen prima kann, ist schreiben, kommentieren, haten und ranten. Und dass das im Zuge dieser Pegida-Sache derzeit zuhauf passiert, vor allem auf den offiziellen Seiten von Presse und Medien, kann man sich denken. Das ist eine echte Herausforderung für die Community Manager, die diese Seiten betreuen, weil Dialogführung immer ein äußerst heikles Thema ist. Umso beeindruckender ist es für mich, wenn es das Community Management schafft, sehr souverän mit Hatern und Trollen umzugehen. So wie hier bei Spiegel TV auf Facebook: Diese Grafik hat mich über Facebook erreicht. Ich habe nicht verifiziert, ob der Dialog echt ist. Aber selbst wenn nicht, fände ich die Reaktion von Spiegel TV auf den Kommentar von Kilian B. absolut angemessen, …

Ein Satz und seine Bedeutung

Wenn ich Artikel oder Bücher lese, arbeite ich mit den Texten. Das heißt ich lese nicht nur, sondern markiere mit einem Stift Schlüsselwörter im Text, mache Notizen direkt ins Buch usw. Ganz analog. Print total, wenn man so will. Ich habe das im Studium gelernt und ich halte diese Arbeitsweise für sehr effektiv. Das Ganze sieht dann in etwa so aus: Wer genau hinschaut, kann in diesem Foto vielleicht sogar den Satz lesen, den ich markiert habe. Dieser Satz und das, was er aussagt, waren nämlich ausschlaggebend für diesen Blogpost hier. Der Satz lautet: „The value of any bit of information increases through social interaction.“ Großartig, oder? Noch mal zum Genießen – und diesmal frei von mir ins Deutsche übersetzt: „Durch soziale Interaktion gewinnt jede Art von Information an Wert.“ Von meiner Warte als Community und Social Media Manager aus, ziehe ich vor allem die folgende Bedeutung aus diesem Satz: Unternehmen können so viel Schrott im Social Web posten wie sie wollen. Wenn ihr Content beim Publikum nicht auf Resonanz stößt, wenn er alle kalt lässt, wenn er den Leuten …

First Screen, Second Screen, Third Screen oder was?!

Für ein externes Marketing-Blog schreibe ich gerade an einem Artikel über die Multiscreen-Nutzung speziell im Gaming-Bereich. Ziemlich interessantes Thema, finde ich. Wir reden ja bislang meist nur von First und Second Screens und meinen damit, dass Nutzer sich z.B. während sie fernsehen Zusatzinfos online beschaffen, indem sie parallel mit ihrem Smartphone oder Tablet im Netz surfen. Dass diese First/Second-Screen-Aufteilung zu starr gedacht ist und dass es in den meisten Fällen gar keinen direkten Zusammenhang zwischen den Inhalten auf dem einen Screen und denen auf dem anderen gibt, davon handelt die Studie „Catch Me If You Can!“ von InteractiveMedia und United Internet Media vom Frühjahr 2013. Sie steht hier kostenlos zur Ansicht und zum Download zur Verfügung. Bild: Screenshot von www.multi-screen.eu

Von Ärzten und Social Media Managern

TV-Meteorologen, die Tag für Tag das Wetter vorhersagen, liegen mit ihren Prognosen selten richtig. Sie behalten trotzdem ihre Jobs – und wir alle haben uns an ihre Fehleinschätzungen gewöhnt und machen Witze darüber. Ärzte sagen nach einer Behandlung, sie hätten getan, was sie konnten, aber nun müsse der Körper selbst arbeiten und versuchen, die Krankheit eigenständig zu bekämpfen. Manchmal sagen sie auch, dass man erst im Laufe der Zeit feststellen könne, ob eine Behandlung anschlägt oder nicht. Wir Patienten haben das akzeptiert, immerhin ist der menschliche Körper ja ein Wunderwerk und kaum bis ins Detail zu durchschauen. Wenn wir krank sind, gehen wir trotzdem immer wieder zum Arzt und tun das, was er sagt. Immerhin ist er der Fachmann, richtig? Und wie ist das bei Social Media Managern? Wenn Social Media Manager zum Kunden kommen und ihm raten, er solle dieses und jenes tun, dann sind sie erst mal die, die viel Arbeit machen und Geld kosten. Kurz: Sie sind erst mal ein Problem. Und wie steht’s mit dem Outcome? Gibt es eine Garantie, dass …

Peer mag nich mehr

Seit dem 22. September hat Peer Steinbrück weder auf Twitter, noch auf Facebook irgendetwas gepostet. Er hat nicht mal nichts Sinnvolles gepostet, nee. Peer hat gar nichts gepostet. Nichts. Nada. Hey Peer, magst nich mehr? Bild: saarbruecker-zeitung.de Enttäuschend ist das. Ich meine, hat denn Peer Steinbrück nichts mehr zu erzählen seit der Wahl? Was macht er denn so den ganzen Tag? Nichts, wie es scheint. Wie steht’s denn mit den anderen Politikern? Mal sehen… Angela „The Boss“ Merkel (CDU) sprach immerhin alle paar Tage zum Volk Jürgen Trittin (Die Grünen) lässt ungefähr täglich einen Schwall los Gregor Gysi (Die Linke) ist auch noch gut dabei Philipp Rösler und Rainer Brüderle (FDP) sind getürmt und den ganzen Rest kennt sowieso keiner Jemandem wie mir, der eigentlich immer online ist und seine Informationen vor allem aus dem Social Web zieht, gefällt es gar nicht, zusehen zu müssen, wie die Social Media Accounts derer, die in unserem Land eine bedeutende Position inne haben, nach dem Wahlkampf austrocknen. Hier zeigt sich dann doch, dass für die Social Media nur ein …

Social Media Strategie-Entwicklung für kleine Unternehmen nach dem 7C Modell

Das 7C Modell von talkabout communications ist ein hilfreiches Werkzeug für alle, die eine Social Media Strategie entwickeln wollen, sei es für das eigene Unternehmen oder für Kunden. Auch ich greife bei meinen Projekten gerne auf dieses Modell zurück, weil es alle wichtigen Themen abdeckt, die von strategischer Bedeutung sein können (aber es nicht unbedingt sind – kommt ganz auf den Einzelfall an). Gerade bei kleinen Kunden wie regionalen Einzelhändlern, Freiberuflern oder lokal tätigen Vereinen erschien mir 7C jedoch häufig zu komplex, eben weil das Modell alle Strategiefelder umfasst. Einige davon sind aber für diese kleinen Unternehmen in der Praxis weitgehend irrelevant. Deshalb kostete es in diesen Fällen meist viel Zeit, 7C auf das zu reduzieren, was für den jeweiligen Kunden wirklich wichtig ist. Mirko Lange, ehemals Geschäftsführer von talkabout communications, hat nun die Darstellung des 7C Modells modifiziert. Tatsächlich ist es nur eine veränderte Darstellung, keine inhaltliche Veränderung. Aber in dieser neuen Sicht auf 7C stehen nun die zwei Bereiche im Fokus, um die sich bei der Entwicklung von Social Media Strategien letztendlich alles dreht: …

Soziale Netzwerke stark in allen Altersgruppen

Der Branchenverband BITKOM hat im Rahmen einer Studie ermittelt, dass 78% aller Internetnutzer in Deutschland bei mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet sind. 67% aller Internetnutzer nutzen soziale Netzwerke aktiv. Das ist wahrlich beeindruckend und belegt: Das Internet wurde zum Social Web. Noch interessanter ist aber die Tatsache, dass Social Media mittlerweile in allen Altersgruppen stark sind. Sieht man sich die 14- bis 29-Jährigen an, haben 9 von 10 Internetnutzern ein Profil in einem sozialen Netzwerk. Bei den ab 50-Jährigen sind es ganze zwei Drittel. Quelle: www.bitkom.org Social Media werden dadurch noch nicht zu Massenmedien, weil ihre technische Reichweite durch die Mechanismen, auf denen soziale Netzwerke basieren, deutlicher beschränkt ist. Aber die von BITKOM ermittelte Altersverteilung lässt doch den Schluss zu, dass der Einsatz von Social Media gerade für kleine Unternehmen nicht mehr nur in der Nische eine Chance hat, sondern auch in der Breite Früchte tragen kann, wenn man es richtig angeht. Tipps für Ihre Social Media Arbeit Ich habe schon mehrfach betont, dass sich Social Media grundsätzlich für alle Unternehmen eignen, egal wie groß …