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Bye, bye, lineares Fernsehen

Ich war der Film- und Fernsehbranche ja immer schon sehr zugeneigt. Schon als ich noch zur Schule ging, wollte ich Filmproduktion studieren und habe mehrere Kurzfilme gedreht, die auch auf Festivals zu sehen waren. Ich bin dann nur 2001/02 herum durch das Bewerbungsverfahren an den Filmhochschulen gerasselt. Damals war das eine große, emotionale Katastrophe für mich. Heute bin ich ganz froh darüber, dass es so gekommen ist. Seit ich freiberuflich arbeite, bin ich immer noch mit Film und Fernsehen verbandlt, wie man bei uns in Bayern sagt. Nur habe ich nichts mehr mit der Produktion zu tun, sondern nur noch mit der Vermarktung, u.a. von TV-Sendern wie TNT Serie, Fernsehserien wie Falling Skies oder Kinofilmen wie Who Am I – Kein System ist sicher. Und das finde ich großartig, in dieser Branche fühle ich mich nämlich nach wie vor sehr wohl. Wie sich der Fernsehmarkt wandelt, ist deshalb natürlich ein Thema, das mich interessiert. Hat lineares Fernsehen, mit dem wir alle groß geworden sind, endgültig ausgedient? Noch scheint es nicht so weit zu sein, aber …

First Screen, Second Screen, Third Screen oder was?!

Für ein externes Marketing-Blog schreibe ich gerade an einem Artikel über die Multiscreen-Nutzung speziell im Gaming-Bereich. Ziemlich interessantes Thema, finde ich. Wir reden ja bislang meist nur von First und Second Screens und meinen damit, dass Nutzer sich z.B. während sie fernsehen Zusatzinfos online beschaffen, indem sie parallel mit ihrem Smartphone oder Tablet im Netz surfen. Dass diese First/Second-Screen-Aufteilung zu starr gedacht ist und dass es in den meisten Fällen gar keinen direkten Zusammenhang zwischen den Inhalten auf dem einen Screen und denen auf dem anderen gibt, davon handelt die Studie „Catch Me If You Can!“ von InteractiveMedia und United Internet Media vom Frühjahr 2013. Sie steht hier kostenlos zur Ansicht und zum Download zur Verfügung. Bild: Screenshot von www.multi-screen.eu

Sowas von abhängig

Gerade eben habe ich den Artikel „Gutsdiktator Youtube macht, was er will“ im Internet Magazin gelesen. Der Artikel macht mich wütend – nicht auf das Magazin, sondern auf das System Social Media. Ich bin kein „Social Media Freak“, kein „Social Media Enthusiast“, kein „Web Junkie“ und auch kein „Digital Native“. Ich befasse mich beruflich mit Social Media und Online Communities, ja. Aber ich pflege auch eine gewisse Distanz zum Web, springe nicht gleich auf jeden Trend auf, mag es gar nicht, Social Media zu hypen und zu glorifizieren. Und ich bin auch gerne offline. Sehr gerne sogar. Was nun den Artikel angeht: Ja, es ist schon so, dass wir uns von den großen Social Media Plattformen abhängig machen. Je mehr wir Facebook, Twitter und Youtube nutzen, je mehr Zeit und Geld wir in sie investieren – sei es privat oder geschäftlich -, desto stärker wird diese Abhängigkeit. Wir, die Menschen, die Kleinunternehmer, die Inhaber von kleinen und mittelständischen Firmen, wir klopfen an die virtuellen Tore der großen, börsennotierten Unternehmen, erbitten Einlass in ihre Plattformen und geben …

Spotify Musiktipps auf Facebook: Eindeutig verbesserungswürdig

Gerade eben habe ich mich auf Facebook eingeloggt und war positiv überrascht von dem, was ich sah. Facebook zeigt mir neuerdings ganz oben im Newsfeed Musiktipps an – basierend auf der Musik, die ich über Spotify höre. Das ist eine gute Sache und das Ganze sieht so aus: Tatsächlich habe ich in letzter Zeit eine Menge Deadmau5 und Keziah Jones gehört. Beiden habe ich auch Playlists auf Spotify gewidmet. Insofern hatte Facebook meine volle Aufmerksamkeit. Und natürlich habe ich geklickt, um mir die neuen Songs anzuhören. Nur leider… …wurde ich ganz schnell ausgebremst. Es ist keine gute Sache, mir Musiktipps zu präsentieren, die ich aufgrund von Lizenzbestimmungen oder sonstigen Einschränkungen gar nicht hören kann, auch wenn ich es wollte. Und ich wollte. Tja, schade. Ich bin ja schon ein Fan von interessenbasierten Vorschlägen, die sitzen. Aber – sie müssen halt auch sitzen. Bekomme ich einen Vorschlag angezeigt, muss ich auch Zugriff drauf haben, so wie es mir Facebook in diesem Fall suggeriert hat. Das ist doch die eigentlich soziale Komponente bei dem Ganzen: Facebook weiß, …

Local Facebook – ein Praxisbeispiel

Unter „Local Facebook“ verstehe ich den Einsatz von Facebook in einem lokalen oder regionalen Kontext. Die Frage, die mich treibt, ist: Ist es eigentlich sinnvoll, das größte soziale Netzwerk der Welt nur lokal zu nutzen? Zum Beispiel in einem Umfeld, das über die eigene Kleinstadt oder den eigenen Stadtteil, in dem man wohnt, nicht hinausgeht? Verschenkt man dadurch nicht das riesige Potenzial, das Facebook bietet? Gerade kleine Unternehmen, die lokal tätig sind – einzelne Bäckereien, Friseure, Buchhändler etc., also alle, die nicht Teil einer Kette mehrerer Filialen sind – sollten sich diese Fragen ernsthaft stellen, wenn sie auf Facebook schielen und mit dem Gedanken spielen, die Plattform zu nutzen. Ich will diese Fragen, so wichtig sie auch sind, an dieser Stelle gar nicht vertiefen. Ich hatte nach einem persönlichen Erlebnis auf Facebook nur die große Lust, sie in meinem Blog zu stellen – vielleicht, um sie so im Hinterkopf zu behalten und zu einem späteren Zeitpunkt Antworten zu suchen. Dieses persönliche Erlebnis, das das Ganze ausgelöst hat, ist ein ganz einfaches, um nicht zu sagen ein …

Foursquare Time Machine: Schicke Geodaten-Visualisierung

Foursquare und Samsung bieten jetzt eine schicke Geodaten-Visualisierung der eigenen Foursquare Checkins an. Das Projekt nennt sich Foursquare Time Machine und steht jedem Nutzer von Foursquare zur Verfügung. Eine solche Animation ist eines der Ergebnisse, das man erhält, wenn man seine Checkins von der Zeitmaschine visualisieren lässt. Das Video zeigt einen Schnelldurchlauf meiner eigenen Checkin History, von den frühen Anfängen bis heute (allerdings mit Auslassungen, siehe unten). Zwar heißt es auf der Projektwebseite, dass alle Checkins, die man jemals mit Foursquare gemacht hat, in die Visualisierung einfließen würden. Dennoch sind in meiner ganz persönlichen Animation einige Reisen, die ich in den vergangenen Monaten unternommen habe, nicht enthalten: z.B. die durch Kalifornien, mein Vegas-Trip und auch der Arbeitsurlaub an der Cote d’Azur. Die Foursquare Time Machine liefert aber nicht nur eine schicke Animation, sondern auch eine mindestens ebenso stylische Infografik über die eigene Checkin Vergangenheit (bei der, so wie es aussieht, tatsächlich alle Checkins berücksichtigt sind). Bei mir sieht die Infografik dann so aus: Ein Klick auf das Bild öffnet die komplette Infografik Top finde ich, dass unter …

Verliert Facebook seine jungen User?

Möglicherweise werde ich zum Facebook-Kritiker. Aber vielleicht ist es auch nur Zufall, dass ich nun bereits zum dritten Mal Mutmaßungen über das mögliche Ende von Facebook anstelle. Im November vergangenen Jahres habe ich jedenfalls zwei Mal über dieses Thema gebloggt: zuerst, als Seitenbetreiber massive Einbrüche der Interaktionsraten ihrer Posts beobachteten, und dann noch mal, als sich zeigte, dass das Ganze der Qualitätssicherung seitens Facebook diente, was die Einbrüche wieder relativierte – aber dennoch einen bitteren Beigeschmack hinterließ. Nichtsdestotrotz halte ich die Zukunft von Facebook generell für ein diskussionswürdiges Thema, schon allein aufgrund der Bedeutung, die das soziale Netzwerk im Social Media Setup von Unternehmen und Privatpersonen spielt. Auf t3n.de ist gestern ein Artikel erschienen, der mich mal wieder aufhorchen ließ: „Wird Facebook uncool?“ lautet der Titel. Der Artikel beleuchtet eine ganz andere Problematik, der sich das soziale Netzwerk stellen muss, nämlich die Gefahr der Abwanderung insbesondere jüngerer Nutzer zu anderen Diensten wie z.B. WhatsApp. Da Facebook längst seinen Ruf verloren hat, eine Plattform nur für die junge Generation zu sein (man werfe einen Blick auf …

Das Ende von Facebook reloaded

Neulich hatte ich in einem Blogpost die Frage in den Raum gestellt, ob vielleicht das Ende von Facebook naht. Der Grund dafür waren die gravierenden Einbrüche in den Interaktionsraten von Facebook Posts, die insbesondere große Unternehmen erleben mussten und die, so wurde vermutet, mit der Einführung der Promoted Posts in Zusammenhang standen. Facebook wurde vorgeworfen, ihren EdgeRank-Algorithmus so geändert zu haben, dass sie bei den werbetreibenden Unternehmenskunden die Nutzung der kostenpflichtigen Promoted Posts pushen können. Wie t3n nun berichtet, sieht alles danach aus, als hätte Facebook tatsächlich Anpassungen am EdgeRank vorgenommen – allerdings mit dem Ziel, die Qualität des Newsfeeds zu erhöhen. Denn wie eine kleine Studie der Agentur We Are Social angeblich zeigt, blieb die Beteiligung der Fans bei den Einzelbeiträgen auf gleichem Niveau, obwohl die Reichweite der Beiträge insgesamt sank. Quelle: t3n.de / techcrunch.com Dies legt den Schluss nahe, dass Seitenbeiträge nicht mehr die große Masse erreichen, sondern gezielter diejenigen Gruppen unter den Fans, für die sie auch tatsächlich relevant sind (und insofern auch Interaktion auslösen). Irrelevante Beiträge gehen im Rauschen unter. Für Social Media …

Das Ende von Facebook?

Vor kurzem bin ich über zwei sehr interessante Artikel im Blog von Simply Zesty gestoßen. Beide Artikel (siehe die Links ganz unten) üben massiv Kritik an Facebook. Denn insbesondere die Betreiber großer Marken- und Unternehmensseiten bemerkten in den vergangenen Wochen einen massiven Einbruch bei den Interaktionsraten auf ihre Beiträge – ganz plötzlich, wie aus heiterem Himmel. In etwa zeitgleich führte Facebook ein neues Feature für Seitenbetreiber ein: die Möglichkeit, einzelne Beiträge hervorzuheben und ihre Reichweite dadurch (wieder) deutlich zu erhöhen  – gegen Bezahlung natürlich. Willkommen in der neuen Welt von Facebook, in der Seitenbetreiber offenbar nur noch dann eine echte Chance haben, sich zu behaupten, wenn sie exzellenten Content posten UND dafür blechen, dass er gesehen wird. Das dürfte die Social Media Manager in den Unternehmen nicht nur ärgern, sondern auch ganz schön ins Schwitzen bringen. 5% Reichweite Bislang galt die Devise: Baue auf Facebook eine große Community auf, dann sparst du dir weitere Ausgaben für Werbeanzeigen. Denn wenn du eine Community hast, kannst du sie jederzeit mit eigenen Postings erreichen. Und je besser dein Content …