Alle Artikel in: Communities

Zotteliger Mann mit Banane

Liebe Community… (2)

Liebe Community, ich weiß, ich bin nicht immer gut zu dir. Aber manchmal nervst du mich einfach zutiefst, und dann schnapp ich mir eine Banane aus dem Obstkorb und tu so, als könnte ich dich zum Mond schießen. BÄÄÄM! Und danach, da ziehe ich der Banane die Schale ab und schieb sie mir halb in den Mund (die Banane). Und ich kaue und kaue und lege voller Inbrunst meine ganze Energie da rein, so als gäbe es kein Morgen mehr. Manchmal schließe ich dazu die Augen und bin dann ganz bei mir. Für einen kurzen Moment kann ich dich dabei sogar vergessen. Und wenn ich fertig gekaut habe, gehe ich rüber ins Klo und wasche ich mir die Hände. Ich wasche sie so gründlich mit Seife und heißem Wasser, dass buchstäblich all dein Herumgetrolle, dein Ranting und Flaming weggespühlt wird, so als wäre all das eine dünne Staubschicht, unter der sich in Wahrheit ein wundervolles Etwas verbirgt, das man nur offenlegen muss. Diese Erkenntnis, die tut gut. „Mensch“, denke ich mir dann, „so einfach ist …

Kaninchen mit Ausblick

Liebe Community… (1)

Liebe Community, du und ich, wir haben eine ganz besondere Beziehung. Wenn ich dich besuchen komme, dann fühlt sich das immer so flauschig an – wie ein Bad in einem Meer aus weißen Wattebäuschen. Ich bin der glücklichste Mensch der Welt, wenn wir zwei zusammen sind. Du gibst mir etwas, was ich von keinem Menschen auf dieser Welt kriegen kann, nämlich Und das will ich nicht mehr missen, denn es ist so unglaublich wertvoll für mich geworden. Es stillt meine innersten Sehnsüchte, schon wenn ich dich nur ansehe. Du bist einfach etwas ganz Besonderes für mich. Ich wollte dir schon immer mal sagen, was du mir bedeutest. Doch ich habe es bislang nicht geschafft, weil du mir immer so viel fucking Arbeit machst, dass ich verdammt noch mal nichts mehr auf die Reihe kriege, Bitch! Aber jetzt – jetzt ist die Zeit reif, dir mein Herz auszuschütten. Das fühle ich. Dies hier ist meine erste Liebeserklärung an dich, meine Liebste. Und weitere werden folgen. Ein Strom aus Liebe wird dich durchdringen und unser beider Herzen …

Minecraft Screenshot

Third Places im digitalen Raum

Man sagt, das Schöne am Reisen sei das Heimkommen. Manchmal brauchen wir etwas Abstand zu unserem gewohnten Umfeld, sei es, um in uns zu gehen, einen klaren Gedanken zu fassen oder einfach mal wieder etwas Neues zu erleben. In den meisten Fällen kommen wir nach dieser Reise aber wieder zurück an den Ort, an dem wir leben und den Großteil unserer Zeit verbringen. Heimat und Ferne, Nähe und Distanz – das eine kann nicht ohne das andere. Auch Online Communities sind Orte, zu denen wir manchmal aufbrechen – ganz bewusst, weil wir es wollen. Wir loggen uns ein, schauen, was es Neues gibt, chatten und lachen mit anderen, die genau wie wir bewusst diesen Ort aufsuchen. Wir verweilen ein paar Stunden und loggen uns dann wieder aus, um uns den Dingen des Alltags zu widmen. Danach fühlen wir uns anders. Im Idealfall besser. Wir sind für einen Moment aus der Routine unseres Lebens mit all ihren Regeln und Zwängen entkommen. In seinem Buch „The Great Good Place“ hat der Soziologe Ray Oldenburg das Konzept des …

Zwei Männer beim Armdrücken

Leg dich nicht mit DIE WELT an

Und jetzt noch ein sehr schönes Beispiel, das zeigt: Deutsche Marken können Community Management, wenn sie sich nur trauen. Nach der Deutschen Bahn und Spiegel TV wagt auch Die Welt eine Kommunikation mit ihrer Fanbase, die weit mehr ist als das übliche Dialog-Einerlei, das man im Web sonst an allen Ecken und Enden findet. Während die meisten Marken krampfhaft versuchen, bloß nie den dialogischen Bogen zu überspannen, immer nett und seriös zu bleiben und bloß niemals in die Kontroverse abzurutschen (und dadurch zum Gähnen langweilig sind), kommunizieren Marken wie Die Welt auf eine Weise, die so dermaßen für Aufsehen sorgt, dass sogar andere Medien darüber berichten. So geschehen auf Storyfilter.com – zugegeben nicht das große Leitmedium, aber immerhin ein doch so gut vernetztes, dass mich der Artikel dank eines Freundes über Facebook erreicht hat. Dort finden sich zahlreiche Beispiele wie dieses hier: Bild: Storyfilter.com Manche Dialoge sind subjektiv hart an der Grenze des guten Geschmacks und beim Lesen dachte ich mir nicht nur einmal: Krass, die trauen sich aber was. Unterm Strich ist es dem …

Grumpy Cat schaut grumpy drein

Spiegel TV vs. Pegida

Während draußen auf den Straßen Demos und Gegen-Demos stattfinden und man als Zuschauer irgendwie das Gefühl bekommt, Pegida-Anhänger und ihre Gegner würden kaum ein Wörtchen miteinander wechseln, sieht das im Netz ein wenig anders aus. Im Netz kann man nämlich nicht durch die Städte marschieren, Banner hoch halten und Fahnen schwingen, komische Lieder singen und böse gucken. Was man online hingegen prima kann, ist schreiben, kommentieren, haten und ranten. Und dass das im Zuge dieser Pegida-Sache derzeit zuhauf passiert, vor allem auf den offiziellen Seiten von Presse und Medien, kann man sich denken. Das ist eine echte Herausforderung für die Community Manager, die diese Seiten betreuen, weil Dialogführung immer ein äußerst heikles Thema ist. Umso beeindruckender ist es für mich, wenn es das Community Management schafft, sehr souverän mit Hatern und Trollen umzugehen. So wie hier bei Spiegel TV auf Facebook: Diese Grafik hat mich über Facebook erreicht. Ich habe nicht verifiziert, ob der Dialog echt ist. Aber selbst wenn nicht, fände ich die Reaktion von Spiegel TV auf den Kommentar von Kilian B. absolut angemessen, …

4 Jahre Community Management bei Falling Skies

Es gibt Projekte, die mir sehr am Herzen liegen, die ich mit Leidenschaft angehe und die – weil einfach alles rund herum passt – zur Freude aller Beteiligten sehr gut laufen. Eines dieser Projekte ist die Betreuung der Falling Skies Community auf Facebook, für das ich mittlerweile schon das vierte Jahr in Folge beauftragt wurde. Falling Skies ist eine Science-Fiction-Serie, die ihre deutsche TV-Premiere auf dem Pay-TV-Sender TNT Serie feiert (ebenfalls ein Kunde von mir). In den Hauptrollen sind u.a. Noah Wyle („Emergency Room“) und Moon Bloodgood („Terminator: Die Erlösung“) zu sehen. Ich war von Anfang an beim Aufbau der Community auf Facebook dabei. Mittlerweile zählt die Facebook-Seite mehr als 24.000 Fans. Wir erzielen mit unseren Posts eine fantastische organische Reichweite. Die ist so zufriedenstellend, dass kaum mehr in Facebook Ads investiert wird. Bild: Falling Skies / Turner Broadcasting System Deutschland Auch die Ankündigung der 4. Staffel ist wiedermal eingeschlagen wie Bombe. Der Post, für den wir die oben angezeigte Grafik verwendeten, wurde in nicht mal 24 Stunden 136 mal geteilt 579 mal geliked 33 mal kommentiert …

600 Likes, 100 Shares, 98% virale Verbreitung

Am 11. Juni startet die 3. Staffel der US-Erfolgsserie Falling Skies auf TNT Serie. Das Posting, mit dem der Starttermin auf Facebook angekündigt wurde, erreichte ausgesprochen gute Interaktionsraten – und das ohne unterstützende Werbeschaltungen. Wie uns das gelang, schildere ich in diesem Blogpost.  Im Auftrag von Turner Broadcasting System Deutschland betreue ich seit Ende 2011 das Community Management auf der Facebook Seite von Falling Skies. Es ist die größte, deutschsprachige Facebook Community zu dieser US-SciFi-Serie, die von Steven Spielberg und Dreamworks Television produziert wird. Dieses Projekt ist mir sehr ans Herz gewachsen. Zum einen liegt es thematisch voll und ganz auf meiner Wellenlänge (Film und TV, Entertainment, Science Fiction, Endzeit), wodurch mir die Kommunikation mit der Fanbase recht locker von der Hand geht. Zum anderen sind die Falling Skies Fans auf Facebook sehr aktiv, was sich unter anderem in erfreulich guten Interaktionsraten wiederspiegelt. Gestern haben wir den Start der 3. Staffel von Falling Skies am 11. Juni 2013 auf TNT Serie, dem Seriensender von Turner Broadcasting, angekündigt. Dazu haben wir das oben gezeigte Posting gemacht: …

Wenn Marken sprechen: Ein Beispiel der DB Bahn auf Facebook

Ich erinnere mich an eine Diskussion zwischen Social Media Beratern, bei der es um die Frage ging, ob es tendenziell nachteilig ist, wenn man im Social Web Menschen mit Logos sprechen lässt. Anders formuliert ging es um die Frage, ob Marken und Unternehmen in ihren Profilbildern auf Facebook, Twitter, Google+ etc. einfach nur ihre Logos platzieren sollten, oder vielleicht doch eher die Fotos derjenigen, die im Auftrag der Marke bzw. des Unternehmens den Dialog mit den Fans und Followern über Social Media führen. Ich lauschte der Diskussion aufmerksam und kam zu dem Schluss, dass ein Dialog „Mensch mit Mensch“ grundsätzlich besser sei als ein Dialog „Mensch mit Logo“. Heute wurde ich aber Zeuge eines interessanten Dialogs auf Facebook. Die Dialogpartner waren die Deutsche Bahn und eine Facebook-Nutzerin namens Franzi Do, die offenbar häufig mit der Bahn unterwegs ist. Scheinbar machte sie kürzlich eine nicht ganz so nette Erfahrung mit der Bahn: ihr Zug fiel komplett aus, nachdem sie 45 Minuten in klirrender Kälte auf ihn wartete. Und eine Durchsage des Bahnpersonals blieb die ganze Zeit …