Jahr: 2014

Spiegel TV vs. Pegida

Während draußen auf den Straßen Demos und Gegen-Demos stattfinden und man als Zuschauer irgendwie das Gefühl bekommt, Pegida-Anhänger und ihre Gegner würden kaum ein Wörtchen miteinander wechseln, sieht das im Netz ein wenig anders aus. Im Netz kann man nämlich nicht durch die Städte marschieren, Banner hoch halten und Fahnen schwingen, komische Lieder singen und böse gucken. Was man online hingegen prima kann, ist schreiben, kommentieren, haten und ranten. Und dass das im Zuge dieser Pegida-Sache derzeit zuhauf passiert, vor allem auf den offiziellen Seiten von Presse und Medien, kann man sich denken. Das ist eine echte Herausforderung für die Community Manager, die diese Seiten betreuen, weil Dialogführung immer ein äußerst heikles Thema ist. Umso beeindruckender ist es für mich, wenn es das Community Management schafft, sehr souverän mit Hatern und Trollen umzugehen. So wie hier bei Spiegel TV auf Facebook: Diese Grafik hat mich über Facebook erreicht. Ich habe nicht verifiziert, ob der Dialog echt ist. Aber selbst wenn nicht, fände ich die Reaktion von Spiegel TV auf den Kommentar von Kilian B. absolut angemessen, …

Mal nachgedacht über Preispolitik

Dieser Schokonikolaus von Lindt kostet 3,50 Euro. Es gibt deutlich günstigere Schokonikoläuse zu kaufen, und doch war es dieser, auf den die Kaufentscheidung fiel. Das gab mir zu denken… Zugegeben, dieser Schokonikolaus ist eine coole Socke. Er trägt einen schwarzen Mantel und eine dunkle Sonnenbrille, hat pinke Kopfhörer auf, die in einem pinken iPod MP3-Player stecken. Auf seiner Tasche steht „X-MAS ROCKS“ (im Foto nicht richtig zu sehen) und sein Grinsen ist das eines Mannes, der genau weiß, dass er bei den Leuten ankommt. Ein Siegerlächeln. Lindt hat das schon ganz gut gemacht. Aber hey, 3,50 Euro?! Warum kann Lindt so viel Geld für ein Schoko-Etwas verlangen? Ich hab über diese Frage mal ein bisschen nachgedacht und mir fielen diese vier Gründe ein: Einen Schokonikolaus herstellen kann jeder. Deshalb gibt es so viele von ihnen und sie alle sehen irgendwie gleich aus. Ein cooler Schokonikolaus aber, so wie der hier, fällt aus dem Raster. Da schaut man hin. Den fasst man an. Aber es gibt mittlerweile viele coole Schokonikoläuse zu kaufen, also muss man weiterdenken. Es ist Lindt. Lindt steht für …

Bye, bye, lineares Fernsehen

Ich war der Film- und Fernsehbranche ja immer schon sehr zugeneigt. Schon als ich noch zur Schule ging, wollte ich Filmproduktion studieren und habe mehrere Kurzfilme gedreht, die auch auf Festivals zu sehen waren. Ich bin dann nur 2001/02 herum durch das Bewerbungsverfahren an den Filmhochschulen gerasselt. Damals war das eine große, emotionale Katastrophe für mich. Heute bin ich ganz froh darüber, dass es so gekommen ist. Seit ich freiberuflich arbeite, bin ich immer noch mit Film und Fernsehen verbandlt, wie man bei uns in Bayern sagt. Nur habe ich nichts mehr mit der Produktion zu tun, sondern nur noch mit der Vermarktung, u.a. von TV-Sendern wie TNT Serie, Fernsehserien wie Falling Skies oder Kinofilmen wie Who Am I – Kein System ist sicher. Und das finde ich großartig, in dieser Branche fühle ich mich nämlich nach wie vor sehr wohl. Wie sich der Fernsehmarkt wandelt, ist deshalb natürlich ein Thema, das mich interessiert. Hat lineares Fernsehen, mit dem wir alle groß geworden sind, endgültig ausgedient? Noch scheint es nicht so weit zu sein, aber …

Ein Satz und seine Bedeutung

Wenn ich Artikel oder Bücher lese, arbeite ich mit den Texten. Das heißt ich lese nicht nur, sondern markiere mit einem Stift Schlüsselwörter im Text, mache Notizen direkt ins Buch usw. Ganz analog. Print total, wenn man so will. Ich habe das im Studium gelernt und ich halte diese Arbeitsweise für sehr effektiv. Das Ganze sieht dann in etwa so aus: Wer genau hinschaut, kann in diesem Foto vielleicht sogar den Satz lesen, den ich markiert habe. Dieser Satz und das, was er aussagt, waren nämlich ausschlaggebend für diesen Blogpost hier. Der Satz lautet: „The value of any bit of information increases through social interaction.“ Großartig, oder? Noch mal zum Genießen – und diesmal frei von mir ins Deutsche übersetzt: „Durch soziale Interaktion gewinnt jede Art von Information an Wert.“ Von meiner Warte als Community und Social Media Manager aus, ziehe ich vor allem die folgende Bedeutung aus diesem Satz: Unternehmen können so viel Schrott im Social Web posten wie sie wollen. Wenn ihr Content beim Publikum nicht auf Resonanz stößt, wenn er alle kalt lässt, wenn er den Leuten …

Brand Story: Die eigene Marke großartig inszenieren

Ich bin ein großer Fan des Blogs „The Story of Telling“ von Bernadette Jiwa. Ihr gelingt es ziemlich gut, große Themen in kleine Stückchen zu portionieren und diese dann wunderbar in Worte zu fassen. So zum Beispiel in ihrem Artikel über die Charakteristiken großartiger Marken-Stories. Sie zählt 14 Punkte auf, die Unternehmen, die auf Storytelling setzen, im Hinterkopf behalten sollten. Die ersten sieben Punkte gibts hier – frei ins Deutsche übersetzt von mir selbst: Großartige Marken-Stories… …haben einen Wahrheitsgehalt. …werden ganz bewusst formuliert und erzählt. …verfolgen ein höheres Ziel. …fügen einer Ware einen immateriellen Wert hinzu. …brauchen Zeit. …machen den Kunden zum Helden. …beeinflussen, wie Menschen zu einem Produkt oder Service stehen.  Die restlichen sieben Punkte, die großartige Marken-Stories auszeichnen, gibts im Blogpost „The Characteristics of Great Brand Stories“ zu lesen.

First Screen, Second Screen, Third Screen oder was?!

Für ein externes Marketing-Blog schreibe ich gerade an einem Artikel über die Multiscreen-Nutzung speziell im Gaming-Bereich. Ziemlich interessantes Thema, finde ich. Wir reden ja bislang meist nur von First und Second Screens und meinen damit, dass Nutzer sich z.B. während sie fernsehen Zusatzinfos online beschaffen, indem sie parallel mit ihrem Smartphone oder Tablet im Netz surfen. Dass diese First/Second-Screen-Aufteilung zu starr gedacht ist und dass es in den meisten Fällen gar keinen direkten Zusammenhang zwischen den Inhalten auf dem einen Screen und denen auf dem anderen gibt, davon handelt die Studie „Catch Me If You Can!“ von InteractiveMedia und United Internet Media vom Frühjahr 2013. Sie steht hier kostenlos zur Ansicht und zum Download zur Verfügung. Bild: Screenshot von www.multi-screen.eu

Zum Tod von Robin Williams

Damals, als ich noch als Community Manager CM Ogrey beim Online-Game Tibia aktiv war, fügte ich eines Tages meiner Forum-Signatur ein Zitat hinzu, das ich aus „Der Club der toten Dichter“ entlehnt hatte. Im Film steht der Lehrer John Keating (gespielt von Robin Williams) vor seiner Klasse, die er ganz neu übernommen hat, und stellt sich vor. Im englischen Original sagt er: „Now in this class you can either call me Mr. Keating, or if you’re slightly more daring, O Captain my Captain.“ Die Szene ist großartig. Weil das Verhältnis zwischen Community Manager und Community immer auch ein hierarchisches ist, ganz ähnlich wie es bei Lehrern und Schülern der Fall ist, griff ich dieses Zitat auf und machte daraus: „Now in this forum you can either call me CM Ogrey, or if you’re slightly more daring, Captain Oggy.“ Ich fügte es meiner Signatur im Forum hinzu. Dadurch war es unter jedem Post von mir sichtbar. Von diesem Zeitpunkt an war ich für die meisten im Forum aktiven Spieler „Captain Oggy“, für manche auch einfach nur …

Kroatien is calling – again

So, liebe Leute, ich fahre mal wieder nach Kroatien ins wunderbare Novi Spa – teils privat, teils geschäftlich. Denn ich habe wieder jede Menge Arbeit mit dabei und stelle somit mein Konzept des Arbeitsurlaubs erneut auf die Probe: Wie lässt sich Arbeit und Urlaub perfekt miteinander verbinden? Auf diese Frage suche ich auch diesmal eine Antwort, wenn ich der Ferienwohnung sitze und die Online Communities meiner Kunden manage, oder wenn ich in der Bar einen Cocktail schlürfe und den wunderbaren Ausblick über die Kvarner Bucht genieße. Hier ein Foto der Hotelbar von vor zwei Jahren: Bild: Danny Woot Vom 31. Juli bis 14. August bin ich deshalb nur eingeschränkt per E-Mail erreichbar. Ab dem 18. August bin ich wieder voll da. Dann startet übrigens auch mein neues Projekt „Little Big Social“ und damit der Verkauf meiner Social Media Starter Boxen. Bis die Tage! Genießt den Sommer!

Mach dein eigenes Ding

Mitte August startet mein Projekt „Little Big Social“, an dem ich in den letzten Monaten intensiv gearbeitet habe. Ich habe einen Großteil meiner Zeit investiert, um Social Media Starter Boxen für ausgewählte Branchen und soziale Netzwerke zu entwickeln. Die erste Box dreht sich um den Einsatz von Twitter für Coaches und Trainer. Sie wird voraussichtlich ab 18. August in meinem Shop auf www.LittleBigSocial.de erhältlich sein. Im Freelance.de Blog ist nun ein Interview mit mir erschienen. Darin erzähle ich von der Entstehung der Idee und wie man mit der Social Media Starter Box aus seiner Firma eine „Little Big Social Company“ macht. Das Interview entstand im Rahmen der Freelance.de Themenwoche „Das Sommerloch sinnvoll nutzen“. Ein Vorschlag, was man im Sommer prima tun kann, ist, ein eigenes Projekt zu starten: ein Blog, eine größere Reise, oder eben so etwas wie Little Big Social. Freelance.de zählt seit 2011 zu meinen Kunden. Hin und wieder publiziere auch ich etwas in ihrem Corporate Blog. Enjoy reading!

Vortrag: Social Media Strategien in der Jugendarbeit

Am 10. Juli war ich eingeladen, als Referent auf der medienpädagogischen Fachtagung „Jugendarbeit online – Online-Jugendarbeit“ im niederbayerischen Niederalteich zu sprechen. Bild: Bezirksjugendring Niederbayern Meine Session dauerte drei Stunden: erst hielt ich einen Vortrag über Social Media Strategien, danach folgte ein Workshop, bei dem die rund 30 Tagungsteilnehmer in Kleingruppen ein grobes Strategiekonzept für ein jeweils anstehendes Projekt erarbeiteten. Die Strategiearbeit baute auf einer von mir selbst entwickelten Methodik auf, die ich „Wimmelbild-Methode“ nenne. Demnächst stelle ich euch diesen Ansatz genauer vor. Ich finde ihn nämlich gerade für kleine Firmen und Projekte, z.B. für Veranstaltungen, ziemlich gut. :) Einen Bericht über die Tagung gibt es auf der Website des Bezirksjugendring Niederbayern.