Autor: Danny

Rickstaverse - Rick and Morty

Storytelling mit Instagram: Willkommen im #Rickstaverse

Zum Start der neuen Staffel von Rick and Morty, einem Comedy-Format des US-TV-Senders Adult Swim, wurde auf Instagram die sehr schicke Kampagne #Rickstaverse gelauncht, mit der die Nutzer in die Storywelt von Rick and Morty eintauchen und sie auf eigene Faust erkunden können. Dafür wurden 80 Accounts auf Instagram angelegt. Jeder Account repräsentiert einen Ort im Serien-Universum: einen Planeten, eine Stadt usw. Ruft man einen Account auf und schaut ihn sich in der Rasteransicht an, sieht man ein großes, aus mehreren quadratischen Einzelbildern zusammengesetztes Bild des Ortes. Damit das Ganze stimmig aussieht, wurden die Einzelbilder in jedem der 80 Accounts in einer festgelegten Reihenfolge hochgeladen und dazu noch jeweils mit Text versehen. Die Instagram-Accounts bestehen also nicht aus einer losen Abfolge von Fotos, sondern gründen auf einem gut durchdachten Arrangement, das visuell ganz im Stil der Serie gehalten ist. Bild: Instagram / Adult Swim Manche Einzelbilder enthalten Verknüpfungen zu anderen Accounts. Mit einem Klick warpt man quasi von Ort zu Ort und kann so die Storywelt ergründen. Auch Querverweise zu weiteren Kampagnenelementen sind integriert. Der Mechanismus der Kampagne ist nicht neu. …

Pixelmonster Donkey Kong greift an

Pixels: Film Community Management – #deepCM

Die Artikelserie #deepCM liefert tiefe Einblicke in das Community Management rund um ausgewählte Entertainment-Produkte wie Filme, TV-Serien und Games. Heute am Start: die SciFi-Komödie Pixels mit Adam Sandler und Kevin James. ÜBER DEN FILM In Pixels greifen Außerirdische die Erde an. Doch diesmal sind es keine übel riechenden Schleimmonster, sondern nur allzu bekannte Pixelwesen aus klassischen Videospielen wie Pac-Man oder Donkey Kong. Eine handvoll Old School Videospiel-Veteranen sind die letzte Hoffnung der Menschheit. Gemeinsam versuchen sie, die Aliens zu besiegen und die Erde vor dem Untergang zu bewahren. Pixels (2015) Regie: Chris Columbus Cast: Adam Sandler, Kevin James, Josh Gad, Peter Dinklage u.a. Kinostart: 30.07.2015 (Deutschland), 24.07.2015 (USA) Offizielle Website: www.pixels-film.de COMMUNITY SPOTS Für die deutsche Fan-Community bestehen im Netz vier offizielle Spots: Facebook Twitter Instagram YouTube Tatsächlich werden aber nur die Facebook-Seite und der YouTube-Channel deutschsprachig geführt. Twitter und Instagram werden US-seitig gepflegt und stehen entsprechend nur auf Englisch zur Verfügung. Hinzu kommt, dass der YouTube-Channel der von Sony Pictures Deutschland ist und es zu Pixels lediglich eine Playlist gibt. Alles in allem findet …

Leuchtreklame "INTERNET"

Culture, Baby!

“Die Ethnologie erforscht traditionell das Denken und Handeln außereuropäischer Kulturen – von Südamerika über Afrika bis nach Asien und Ozeanien. Doch seit den 1990er Jahren widmet sie sich zunehmend auch Online Communities. Diese Teildisziplin der Ethnologie, auch Cyberanthropology oder Digital Anthropology genannt, versucht, Formen der Vergemeinschaftung im Netz besser zu verstehen und die kulturellen Bedeutungen, die soziale Netzwerke wie Facebook für die Menschen rund um den Globus haben, zu entschlüsseln. In der Session “Culture, Baby!” präsentiere ich beeindruckende, ethnologische Erkenntnisse über kulturspezifische Nutzungsweisen von Facebook, die kaum jemand kennen dürfte. Und evtl. gehe ich zum Schluss noch der Frage nach, ob und wie diese Erkenntnisse unser Facebook Marketing, insbesondere das Facebook Community Management, verbessern könnten.” Die AllFacebook Marketing Conference steht mal wieder an. Die nächste wird am 5. November in Berlin stattfinden und mit diesem Abstract habe ich mich diesmal als Speaker beworben. Eine ethnologisch geprägte Session auf einer Marketing-Konferenz mag zunächst seltsam anmuten. Doch Ethnologen sind längst aus ihrem akademischen Elfenbeinturm herausgetreten und mitten in der Businesswelt angekommen. Viele von ihnen arbeiten mittlerweile bei …

re:publica Rakete mit Kreide gemalt

10 Learnings von der re:publica, Media Convention und DNX 2015

Müsste ich das, was ich in der ersten Mai-Woche alles erlebt habe, kurz und knapp zusammenfassen, würde sich das in etwa so lesen: Sieben Tage Berlin. Drei Konferenzen. Viele tolle Leute getroffen. Dazu neuer Drive im Überfluss. Auf meiner zweiten re:publica (hier der Rückblick auf meine erste in 2012) hatte ich mal wieder eine super Zeit. Und auch von meiner ersten Media Convention und Digitale Nomaden Konferenz (DNX) konnte ich eine Menge mitnehmen. Alle drei Events waren genau so woot wie sie klingen und natürlich gab es wieder mal ein paar Learnings, die ich jetzt mit euch teilen möchte. #1 Fahr hin! Noch im März wollte ich gar nicht auf die re:publica. Sie war mir erstens zu teuer und zweitens fand ich: An sich ist die @republica ein echt geiles Event. Aber auch 2015 zeigt sich wieder: das Programm ist mir zu wenig businessfokussiert. #rp15 — Danny (@dannywoot) 13. März 2015 “Businessfokussiert”, so so. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, das wäre mir wichtig. Aber ich wurde eines Besseren belehrt – mehr dazu weiter unten. …

Kerze und Kuchen in den Danny Woot Farben

4 Jahre selbstständig. WOOOOOT!

Gestern hatte ich allen Grund zum Feiern. Doch weil ich es mir an diesem wunderbaren Samstag einfach gut gehen lassen wollte, schreibe ich erst jetzt darüber: Ich wurde 4! Seit mittlerweile 4 Jahren bin ich nun mit meinem Label Danny Woot selbstständig. Am 30. April 2011 schied ich aus meinem letzten Angestellenverhältnis aus und startete schließlich am 2. Mai ganz offiziell in die Selbstständigkeit – “offiziell” deshalb, weil ich die Weichen dafür eigentlich schon viel früher gestellt hatte. Doch ich will gar nicht viel Worte verlieren. Heute ist Sonntag. Morgen geht’s für eine Woche nach Berlin zur re:publica, Media Convention und DNX. Und ich muss noch packen. Deshalb gibt’s nur ein kleines Foto von dem Danny Woot Geburtstagskuchen, den mir meine liebe Frau anlässlich meines Jubiläums gebacken hat: Zitronenquark, etwas Schokolade, alles in den Danny Woot Farben Schwarz und Gelb und dazu noch Low Carb – genau wie ich es mag. (Und nein, es ist nichts mehr davon übrig.)

Screenshot aus "Call of Duty: Advanced Warfare"

So verlief die Video-Kampagne zu Call of Duty: Advanced Warfare

Als im November 2014 der Shooter Call of Duty: Advanced Warfare für PC und Konsolen erschien, kursierten bereits jede Menge Screenshots und vor allem Videos über das Game im Netz. Publisher Activision startete nämlich ca. 6 Monate vor dem Release mit einer groß angelegten Video-Kampagne, die mit aufwändig produzierten Clips und vor allem mit ein paar außergewöhnlichen Formaten überraschte. In einem Gastartikel für den FourScreens Blog habe ich die Video-Kampagne zu Call of Duty: Advanced Warfare genauer unter die Lupe genommen. Ich habe mir die Formate, ihre Umsetzung und die Zeitpunkte ihrer Veröffentlichung angesehen und daraus die wichtigsten Erkenntnisse abgeleitet, die auch auf Video-Kampagnen in anderen Branchen anwendbar sind, darunter… warum es für Produkt und Kampagne eine zentrale Leitidee geben muss, die crossmedial transportiert wird, warum es im Rahmen einer Video-Kampagne lohnenswert sein kann, außergewöhnliche Formate zu wagen, welche Rolle das richtige Timing bei der Veröffentlichung der Clips spielt, warum die Videos für die Konsum- und Sehgewohnheiten der Zielgruppen optimiert sein müssen und warum es so wichtig ist, frühzeitig ins Community Management zu investieren. Den …

Falling Skies Motiv: Tom Mason vor einem Mech

Warum Nischen-Seiten auf Facebook rocken

Als 2011 die US-Science-Fiction-Serie Falling Skies auf dem Pay-TV-Sender TNT Serie startete, hat die Marketingabteilung des Senders entschieden, für die Serie eine eigene Facebook-Seite zu starten. Immerhin war sie eines der Highlights des Jahres und zudem eine deutsche TV-Premiere. Erst Monate später startete die Serie auch auf ProSieben. Das strategische Ziel hinter der Facebook-Seite war, Falling Skies in der DACH-Region richtig stark und bekannt zu machen – und die taktische Vorgehensweise war, die größte, deutschsprachige Fan-Community zur Serie auf Facebook aufzubauen. In anderen Worten: Es ging darum, eine zentrale Plattform zu schaffen, über die der Großteil der Fans direkt erreicht werden konnte. Ich war bei diesem Projekt von Anfang an mit im Boot und es ist uns in kürzester Zeit gelungen, unser Ziel zu erreichen. Als Falling Skies startete, existierten auf Facebook mehrere Fan-Seiten. Hinter unserer stand jedoch die meiste Power – sowohl konzeptionell als auch budgetär. In wenigen Wochen hatten wir mehrere tausend Fans auf unserer Seite versammelt. Die lose organisierten Fan-Seiten stagnierten bei wenigen hundert Fans und empfahlen ihren Fanbases kurz darauf, zu …

Fußballstadio voller Fans

Die feinen Unterschiede zwischen Fans und Fans

2011 hatte ich das Glück, jemanden kennenzulernen, der mit großer Leidenschaft und ganzem Herzen Fan des FC Bayern München ist. Wenn man es genau nimmt, ist er nicht bloß ein Anhänger des FCB, sondern auch ein Riesenfan der Fanszene, der er selbst schon länger als sein halbes Leben angehört. Er liebt seinen Verein – und seine Community. Eine schwere Erkrankung zwang ihn nun, nach 19 Jahren intensiver Fanarbeit, dazu, kürzerzutreten. In seinem Fall heißt das: Spiele des FC Bayern nicht mehr stehenden, springend und gröhlend von der Südkurve aus zu verfolgen, sondern von den Sitzplätzen, wo das Stadionerlebnis ein völlig anderes ist. Die Südkurve ist für ihn der zentrale Ort, der sein Dasein als Fan definiert. Sie ist der Ort, an dem für ihn Community erlebbar ist. Sie ist sein third place – und von dem ist er nun zwangsweise ausgeschlossen. In einem sehr persönlichen Blog-Artikel beschreibt er, wie sich dieses neue und ganz andere Fan-Dasein für ihn anfühlt. Die Innenperspektive, die er dabei offenlegt, ist faszinierend: Er erinnert sich, wie ihn sein erstes Spiel …

Internationaler Tag der Kissenschlacht

Urbane Spielwiesen

Am 4. April war wieder Internationaler Tag der Kissenschlacht. Berlin, London, New York – überall auf der Welt versammelten sich Menschen an öffentlichen Plätzen, um im Namen des Spaßes gemeinsam die Federn fliegen zu lassen. Gemeinsam ist das Schlüsselwort. Eine Kissenschlacht lässt sich nicht alleine machen. Es ist eine Aktivität, die mindestens zwei Teilnehmer braucht. Am Tag der Kissenschlacht waren es in einigen Städten Tausende, die sich die Kissen um die Ohren hauten. Jedes Jahr aufs Neue finden die Schlacht bewusst im öffentlichen Raum statt. Dadurch werden auf spielerische Weise die urbanen Plätze wiederbelebt. Sie werden wieder zu den Orten der Begegnung und des sozialen Miteinanders, die sie einst waren. So schreiben die Betreiber von pillowfightday.com: “One of our goals is to make these unique happenings in public space become a significant part of popular culture, partially replacing passive, non-social consumption experiences like watching television, and consciously celebrating public spaces in our cities as our ‘urban living rooms.’” Die Internationalen Tage der Kissenschlacht sind im Kern Community Events. Online organisiert, offline zelebriert, ziehen sie Menschen …

Zotteliger Mann mit Banane

Liebe Community… (2)

Liebe Community, ich weiß, ich bin nicht immer gut zu dir. Aber manchmal nervst du mich einfach zutiefst, und dann schnapp ich mir eine Banane aus dem Obstkorb und tu so, als könnte ich dich zum Mond schießen. BÄÄÄM! Und danach, da ziehe ich der Banane die Schale ab und schieb sie mir halb in den Mund (die Banane). Und ich kaue und kaue und lege voller Inbrunst meine ganze Energie da rein, so als gäbe es kein Morgen mehr. Manchmal schließe ich dazu die Augen und bin dann ganz bei mir. Für einen kurzen Moment kann ich dich dabei sogar vergessen. Und wenn ich fertig gekaut habe, gehe ich rüber ins Klo und wasche ich mir die Hände. Ich wasche sie so gründlich mit Seife und heißem Wasser, dass buchstäblich all dein Herumgetrolle, dein Ranting und Flaming weggespühlt wird, so als wäre all das eine dünne Staubschicht, unter der sich in Wahrheit ein wundervolles Etwas verbirgt, das man nur offenlegen muss. Diese Erkenntnis, die tut gut. “Mensch”, denke ich mir dann, “so einfach ist …