Das Ende von Facebook reloaded

Neulich hatte ich in einem Blogpost die Frage in den Raum gestellt, ob vielleicht das Ende von Facebook naht. Der Grund dafür waren die gravierenden Einbrüche in den Interaktionsraten von Facebook Posts, die insbesondere große Unternehmen erleben mussten und die, so wurde vermutet, mit der Einführung der Promoted Posts in Zusammenhang standen. Facebook wurde vorgeworfen, ihren EdgeRank-Algorithmus so geändert zu haben, dass sie bei den werbetreibenden Unternehmenskunden die Nutzung der kostenpflichtigen Promoted Posts pushen können.

Wie t3n nun berichtet, sieht alles danach aus, als hätte Facebook tatsächlich Anpassungen am EdgeRank vorgenommen – allerdings mit dem Ziel, die Qualität des Newsfeeds zu erhöhen. Denn wie eine kleine Studie der Agentur We Are Social angeblich zeigt, blieb die Beteiligung der Fans bei den Einzelbeiträgen auf gleichem Niveau, obwohl die Reichweite der Beiträge insgesamt sank.

Quelle: t3n.de / techcrunch.com

Dies legt den Schluss nahe, dass Seitenbeiträge nicht mehr die große Masse erreichen, sondern gezielter diejenigen Gruppen unter den Fans, für die sie auch tatsächlich relevant sind (und insofern auch Interaktion auslösen). Irrelevante Beiträge gehen im Rauschen unter.

Für Social Media Manager und ihre Arbeit auf Facebook heißt das: sie müssen versuchen, ihre Beiträge weiter zu optimieren, damit sie damit effektiv diejenigen erreichen, die sie erreichen wollen.

Veröffentlicht von

Danny Woot ist Community Manager für Film, Fernsehen, Games, Hörkunst, Literatur. Er hat Social Media Management an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing studiert, außerdem ist er Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er ist verheiratet und wohnt im niederbayerischen Straubing.

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