Das war meine re:publica 2012

Eine Woche Berlin tut gut. Ich liebe Großstädte. Klar, ich liebe auch mein kleines, beschauliches Straubing, aber jeder braucht mal einen Tapetenwechsel. Am 2. Mai war es bei mir soweit – und dieser Tapetenwechsel hatte es in sich. Es war nämlich mal wieder die re:publica in Berlin, eine der geilsten und wichtigsten Web-Konferenzen Europas und der Welt. Es war die erste re:publica für mich. Entsprechend aufregend war alles.

Ich sollte erwähnen, dass ich kein Freund von Live-Blogging bin. Live von der re:publica berichten? Nicht mit mir. Ich höre lieber zu, lasse die Sessions auf mich wirken, ein paar Tage lang. Erst dann, mit ein bisschen Abstand zu allem, blogge ich darüber. Daher kommt meine Retrospektive erst jetzt, zwei Tage nach Ende der Veranstaltung. Das ist mein Style, so what?!

7002520866 da3cc876d8 Das war meine re:publica 2012

Ich will mal kurz zusammenfassen, was mich in den drei Tagen re:publica besonders angefixt hat (Alle Bilder zur re:publica 12 findet ihr übrigens hier auf flickr):

Inspirierende Sessions

Ich lasse mich gerne inspirieren. Ich sage immer, was mich inspiriert, hat den woot Faktor. woot – das ist pure Begeisterung und Drive. Und auf der der re:publica war eine Menge woot spürbar. Das war v.a. in den Sessions so, deren Speaker mit Leidenschaft auf der Bühne standen und sich für ihre ganz persönlichen Steckenpferde engagierten. Zu den besten Sessions in diesem Sinne zählten für mich Make Love Not Porn von Cindy Gallop und die Präsentation von Indiegogo.com sowie die Case Study “Hartz IV Möbelbuch” im co:funding Track. Geniale Speaker.

Lässige Location

Die STATION Berlin ist der Hammer! Direkt am Gleisdreieck in der Luckenwalder Straße gelegen, reiht sich dort Halle an Halle, alles im Industrial Look gehalten. Für mich typisch Berlin – das Berlin jenseits des cleanen Upper Class Styles.

6991827356 11c6e62300 Das war meine re:publica 2012

Jede Menge Nerds

Auch das erwarte ich von einer Web-Konferenz: nerdige Tech Lovers, die das Web auf ihre Weise nutzen und lieben. Davon gab’s so einige auf der re:publica. Es waren Leute wie ich, die noch viel vorhaben, die coole Projekte planen oder das große Geld machen wollen. Und zwischen all diesen John Does tummelten sich die Sascha Lobos und Klaus Ecks und Johnny Haeuslers, die jeder kennt. Die Vorzeige-Social-Medianer unserer Republik. Eine gut gemischte Crowd war das.

Kaum Anzugträger

Like!

Die geleimte Twitter Wall

Ein cooles Projekt von – ja von wem eigentlich? Um ehrlich zu sein, ich hab keine Ahnung, außer dass Hornbach da, glaub ich, irgendwie mit dabei war. Jedenfalls wurden Tweets mit dem Hashtag #rp12 auf farbigem Papier ausgedruckt und an eine ACT!ON Wall geklebt. Keiner spürt es so wie du. Fand ich ziemlich lässig.

7002519858 2932ec1bf5 Das war meine re:publica 2012

Die re:publica hat aber wieder mal eine Sache für mich bestätigt: Konferenzen sind vor allem was für Netzwerker, für die, die gerne und viel mit anderen abhängen, die Kontakte knüpfen wollen und das auch aktiv angehen. Die ganze Inspiration, die eine Konferenz wie die re:publica vermittelt, und das, was man bei den Sessions lernt, rechtfertigen in keiner Weise die Kosten für Anfahrt, Übernachtung und das Ticket. Meine Meinung.

Ich für meinen Teil bin kein Netzwerker, oder habe nie gelernt, wie man es angeht. Ich suche nicht aktiv das Gespräch mit anderen. Wenn sich ein Gespräch ergibt, dann halte ich es gerne kurz, um es nicht verbindlich werden zu lassen. Ich liebe es, Zeit für mich allein zu haben, abends eben nicht Party zu machen, sondern mich zurückzuziehen und nachzudenken. So bin ich. Auch das ist mein Style. Kontakte knüpfen war also eher nicht bei mir. Lernen und inspiriert werden aber definitiv reichlich.

Die re:publica halte ich jedenfalls in sehr guter Erinnerung. Die Organisatoren haben ganze Arbeit geleistet und was Tolles auf die Beine gestellt, auch wenn ich die drei Tage lang kein einziges Mal WLAN hatte. :) Egal. Ich fand’s sehr spannend und wer weiß, vielleicht bin ich ja 2013 noch mal mit dabei.

Alle Bilder zur re:publica 12 findet ihr hier auf flickr

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Daniel Wagner ist der Gründer von danny woot. Er ist freiberuflicher Social Media und Community Manager (BAW, SMA). Daniel hat Social Media Management an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing studiert, sowie Social Media Marketing an der Social Media Akademie. Er ist verheiratet und wohnt in Straubing.

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